Straßenbahn

Das Übrige

Pressemeldung vom 14.01.2010

Eine Straßenbahn namens Perugia

Potsdam und Perugia feiern das 20-jährige Bestehen ihrer Städtepartnerschaft

In Potsdam hört eine Straßenbahn zukünftig auf den Namen "Perugia". Die Taufe findet anlässlich der Feierlichkeiten zum 20. Jubiläum der Städtepartnerschaft von Potsdam und Perugia statt. Wladimiro Boccali, der Bürgermeister von Perugia und Oberbürgermeister Jann Jakobs werden der Bahn am 28. Januar ihren Namen geben. Für dieses Ereignis komme Boccali das erste Mal in die Landeshauptstadt, kündigte gestern Potsdams Marketingchefin Sigrid Sommer an.

Dem publikumswirksamen Auftakt sollen vielfältige Jubiläumsveranstaltungen folgen. Zahlreiche Konzerte, Ausstellungen und Lesungen sind geplant. Sogar ein Arbeitseinsatz, bei dem eine Mauer im Park Sanssouci in ihrer alten Pracht wiederhergestellt werden soll, wird von Il Ponte, der Brandenburgischen Gesellschaft der Freunde Italiens veranstaltet. Die gemeinnützige Kulturgesellschaft feiert dieses Jahr ebenfalls ihr 20. Jubiläum und organisiert einen Großteil der deutsch-italienischen Veranstaltungen.

Der Städtepartnerschaftsvertrag zwischen Potsdam und Perugia, der Hauptstadt von Umbrien, wurde im Dezember 1990 von dem damaligen Oberbürgermeister Horst Gramlich und seinem Amtskollegen Mario Valentini in Italien unterschrieben. Seitdem besteht ein enger Austausch zwischen den zwei Landeshauptstädten.

Stolz blickten Sigrid Sommer und die Vorsitzende von Il Ponte, Maria-Luise Döring, auf die letzten Jahre zurück. Viele Projekte liefen mittlerweile völlig selbstständig und ohne ihr Wissen weiter, so Sommer. Perugia sei auch "der ungeschlagene Vorreiter unter den Bürgerreisen". Dieses Jahr findet bereits die fünfzehnte Fahrt nach Perugia statt.

Als große Premiere sollen 2010 nun auch Bürger Perugias erstmals in einer organisierten Bürgerreise nach Potsdam kommen. Sigrid Sommer hoffte, dass es der Gruppe genauso gut gefalle wie den italienischen Gästen bisher. Denen hätte zu ihrem Erstaunen sogar das deutsche Essen geschmeckt. Eva-Maria Drick

Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten