Straßenbahn

Das Übrige

Pressemeldung vom 29.06.2010

Vorwürfe gegen Kontrolleure des Verkehrsbetriebs

Babelsberg - Erneut gibt es Vorwürfe gegen Kontrolleure im Auftrag des Potsdamer Verkehrsbetriebs (ViP). Bereits am Mittwoch vor einer Woche soll ein Kontrolleur einen Fahrgast geschlagen haben. Ein Strafanzeige wegen dem Vorwurf der Körperverletzung liegt der Polizei vor, sagte Behördensprecherin Ingrid Schwarz gestern den PNN: "Nun wird ermittelt." Es gehe um einen Vorfall an der Haltestelle Wattstraße. Eine Vernehmung der Beteiligten stehe noch aus, so Schwarz. Einer der Fahrgäste hat sich bei den PNN gemeldet. Der Anfang 30 Jahre alte Potsdamer Stefan Schubert sagte, er sei in einem Bus zusammen mit einer Freundin von drei Personen aufgefordert worden, seinen Fahrschein zu zeigen. Dies habe er – trotz gültigem Semesterticket – wegen des Fehlens jeglicher Dienstkleidung der Kontrolleure verweigert, so Schubert. An der Wattstraße habe man gemeinsam auf die gerufene Polizei warten wollen. Als er an einem nahen Imbiss ein Getränk holen wollte, sei die Situation eskaliert: Die Frau sei gegen den Türrahmen des Bistros geschlagen worden. Und auch er sei mit Fäusten traktiert und zu Boden geworfen worden, so Schubert. Der ViP bestätigte gestern lediglich, "verbale und sonstige Auseinandersetzungen" während des Wartens auf die Polizei. Die für die Kontrolleure zuständige Sicherheitsfirma prüfe juristische Schritte gegen die beiden Fahrgäste, hieß es. In den vergangenen Jahren hatte es mehrfach Beschwerden über beim ViP eingesetzte Kontrolleure gegeben. Als Konsequenz hatten die Kontrolleure zwischendurch Dienstkleidung tragen müssen, allerdings wurde diese Entscheidung nach kurzer Zeit zurückgenommen – inzwischen werden Fahrausweiskontrollen nach ViP-Angaben abwechselnd in Dienst- und Zivilkleidung durchgeführt.HK

Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten