Straßenbahn

Das Übrige

Pressemeldung vom 12.10.2010

Schwarzfahrer: ViP verstärkt die Kontrollen

In den Bussen und Straßenbahnen des Potsdamer Verkehrsbetriebs (ViP) wird ab sofort für einige Monate verstärkt kontrolliert. Dabei soll auch die Potsdamer Polizei zum Einsatz kommen. Wie der ViP gestern mitteilte, sei die Zahl der Fahrgäste ohne Fahrausweis angestiegen. Bei einem prognostizierten Umsatz von 13,6 Millionen Euro im laufenden Jahr müsse durch Schwarzfahrer mit einem Einnahmeverlust von einer Million Euro gerechnet werden, so ViP-Geschäftsführer Martin Weis. Daher führe der ViP jetzt "testweise" die Schwerpunktkontrollen ein. So würden nun die Fahrausweise zu unterschiedlichen Tageszeiten an bestimmten Schwarzfahrer-Schwerpunkten im ÖPNV-Netz kontrolliert. Unterstützt würden die Kontrollteams der vom ViP beauftragten Firma Wisag dabei durch ViP-Mitarbeiter des Bereichs "Verkehrsdurchführung" und die Potsdamer Polizei. Beamte stünden in "abgestimmten Zeiträumen" zur Verfügung, um "bei Vorfällen im Rahmen der Kontrollen" eingreifen zu können, so der ViP.

Wegen des Auftretens der ViP-Kontrolleure hatte es immer wieder Beschwerden von Kunden gegeben. Seit 2008 seien 42 Beschwerden bei dem städtischen Unternehmen eingegangen, hieß es jüngst in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Wählergruppe Die Andere im Stadtparlament. Zur Zahl der Polizeieinsätze bei den Kontrollen konnte der ViP damals keine Angaben machen. Die Andere hatte in der Vergangenheit mehrfach kritisiert, die Kontrolleure des ViP seien übermäßig grob und unhöflich bei ihrer Arbeit.

Als Konsequenz hatten die Kontrolleure zeitweise Dienstkleidung tragen müssen, allerdings wurde diese Entscheidung teilweise zurückgenommen – Fahrausweiskontrollen werden nach ViP-Angaben abwechselnd in Dienst- und Zivilkleidung durchgeführt. SCH

Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten