Straßenbahn

Das Übrige

Pressemeldung vom 10.10.2005

Fahrgastfreundlicher denken!

Zu: "Kauf von 19 neuen Trams auf Eis gelegt", 30.9.

Es ist nicht schön anzusehen, wie sich eine Stadt wie Potsdam lächerlich macht. Erst werden drei Teststraßenbahnen nach Potsdam geholt, bei denen sich herausstellte, dass außer der Variobahn keine für Potsdam geeignet ist. Welch umwerfender Test, dass hätte ihn jeder Straßenbahnfan auch so sagen können.

Nun kommt Herr Exner und erklärt, das er erst die finanzielle Seite klären muss. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Regionalisierungsmittel gekürzt werden. Schön, was hat das mit der Neubeschaffung von Straßenbahnen zu tun? Diese werden durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) bezahlt und haben mit den Zahlungen des Bundes wenig zu tun.

Anstelle Geld sinnlos für irgendwelche teueren Beratungsfirmen zu bezahlen, sollte hier lieber auf die Fachmitarbeiter des Verkehrsbetriebes zurückgegriffen werden. Es kann natürlich sein, dass Herr Exner denen nicht traut. Selbst Straßenbahn-Fan-Zeitungen machen sich schon über Potsdam lustig und zweifeln die Kompetenz der Stadt an. Dem kann ich nur vorbehaltlos zustimmen, die Kompetenz der Stadt Potsdam, beziehungsweise der Verkehrsbetriebe in Potsdam (ViP) ist nicht zu erkennen.

Offensichtlich scheint es hier Personen zu geben, die ihren ganz privaten Krieg auf Kosten der Fahrgäste und des Steuerzahlers führen. Anders kann man sich das Ganze nicht vorstellen.

In Potsdam muss endlich mal ein fahrgastfreundliches Denken eingeführt werden, nicht nur an den Fahrzeugen auch an den Fahrplänen muss dringend gearbeitet werden. Die werden stattdessen lieber an irgendwelche Ausschüsse verwiesen und die Fahrgastzahlen sinken weiter.

Thomas Schneider, per E-Mail

Quelle: Leserbrief, Potsdamer Neueste Nachrichten