Straßenbahn

Das Übrige

Pressemeldung vom 06.01.2006

Trambrücke für Landtagsbau nicht zwingend nötig

Innenstadt - "Nach den der Landesregierung vorliegenden Informationen ist der von der Stadt Potsdam gewünschte Bau einer Straßenbahnbrücke parallel zur Langen Brücke keine Forderung, deren Realisierung für die Baufeldfreimachung des zukünftigen Landtagsareals zwingend erforderlich ist." Daher sei das Tram-Projekt auch nicht Bestandteil der Verhandlungen zwischen Landtag, Landesregierung und Stadtverwaltung in Vorbereitung der Landtagsentscheidung zugunsten des Landtagsneubaus am Alten Markt gewesen. Dies teilte Frank Szymanski (SPD), Minister für Infrastruktur und Raumordnung, auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Anita Tack (Linkspartei.PDS) mit. "Gesprächsweise" sei der Neubau einer separaten Brücke erstmals im September 2005 erläutert worden. Wie der Minister weiterhin erklärt, sei eine Förderung der Trambrücke aus Mitteln des Gemeindefinanzierungsgesetzes (GVFG) zu prüfen und "grundsätzlich nicht ausgeschlossen".

Wie Potsdams Baubeigeordnete Elke von Kuick-Frenz (SPD) gestern auf Anfrage erklärte, sei die Trambrücke wegen der Entflechtung von Tram- und Individualverkehr die "optimale Lösung". Nach Angaben der Beigeordneten habe die Stadt und der Potsdamer Verkehrsbetrieb (ViP) im Dezember zwei Anmeldungen auf Gewährung von Fördermitteln beim Landesbetrieb für Straßenwesen gestellt. Die eigentliche Beantragung der Fördermittel erfolge bis zum 30. Juni 2006. Für die dafür notwendigen Planung seien 642 000 Euro in den Haushaltsentwurf für 2006 vorgesehen. Die Kosten für die Brücke von 10,5 Millionen Euro splitten sich laut Beigeordnete in 5,9 Millionen Euro für die Tramstrecke und 4,5 Millionen Euro für den Rad- und Fußgängerverkehr.

Der Abgeordneten Anita Tack zufolge zeige das späte Auftauchen der Trambrücken-Wünsche die "unausgewogene Stadtplanung" Potsdams. gb

Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten